Im Haus in der Hohen Straße 13 in Dingden wohnte bis 1941 die jüdische Familie Humberg. Sie betrieb eine Metzgerei und einen Manufakturwarenladen. Die Eltern, Rosalia und Abraham, und ihre sieben Kinder waren geschätzte Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Doch die Familie Humberg wurde - wie Millionen Juden - zum Opfer der systematischen Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung
durch die Nationalsozialisten.
Für den Heimatverein Dingden und dem Geschichtsort Humberghaus nahmen (von links nach rechts) Ralf Elting, Karl-Heinz Nelskamp, Mechthild Zeine und Ulrich Bauhaus teil.
Wilhelm Humberg ist am 1895 als letztes Kind von Rosalia und Abraham Humberg in Dingden geboren worden. Er heiratet am 1928 Rosette Menko aus Winterswijk.
Das Paar wohnt die ersten Jahre in Borken und verzieht dann 1933 nach Winterswijk.
Es hat drei Kinder: Margot, Vera und Jacob.
1943 wird die Familie zunächst ins Durchgangslager Westerbork verschleppt und dann nach Ausschwitz deportiert. Rosette und ihre Kinder kommen in den Gaskammern um, Wilhelm muss als Zwangsarbeiter im Warschauer Ghetto arbeiten und verstarb in Polen.
Vor dem Haus Weurden 88 in Winterswijk wurden am 05. Juli 2026 Stolpersteine als Erinnerung an die Familie Wilhelm und Rosette Humberg verlegt.
Henk Vis zeichnete den Lebensweg der Familie nach und trug die Daten jeden einzelnen Stolpersteins vor. Nach stillem Gedenken wurden die Stolpersteine - begleitet von jüdischer Klezmer Musik - verlegt.
Zum Abschluss trug sich Dorothee Feller in das Gästebuch des Humberghauses ein.
mehrDie Lehramtsanwärter wurden in zwei Gruppen von Mechthild Zeine und Karl-Heinz Nelskamp durch das Humberghaus geführt.
mehrHumberghaus Dingden
Hohe Straße 1
46499 Hamminkeln-Dingden
info@
humberghaus.de
Sonntag 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Der Besuch ist kostenlos, um eine Unterstützung wird gebeten.
Gerne öffnen wird das Humberghaus ausserhalb der sonntäglichen Öffnungszeit für Führungen.
Dazu bitte mit uns in Kontakt treten:
02852 967341 (Mechthild Zeine)
info@
humberghaus.de